Bär*Innen

Charlotte Bergmann

Schon als Kind habe ich mich mit Pflanzen und Tieren, Wind, Regen und Sonne unterhalten – im Studium übte ich, mit „wissenschaftlichen Augen und Methoden“ ins Gespräch mit der Erde zu kommen. Was ich auf Spaziergängen und Wanderungen entdecke und wahrnehme ist so vielfältig und reich, dass ich es gerne mit-teilen, davon erzählen und zum Mitmachen einladen möchte. Die Gesichter der Erde betrachten, Neugier, Verständnis, Freude wecken und teilen, persönliche Worte und Kraft finden. Umweltbildung ist mir genauso wichtig wie ein Leben im gegenseitigen Austausch mit der Erde und eine behutsame und dauerhafte Entwicklung unserer Region, in der alle Generationen einen Platz zum Leben finden mögen und wir gemeinsam das Leben fördern!

Ich wurde 1967 in Bremervörde geboren und bin mit 2 Geschwistern, von Natur und den Gärten meiner Eltern und Großeltern umgeben, lesend und reisend aufgewachsen.

Ich bin Geoökologin mit weit gefächertem Blick auf unsere Welt und mit besonderer Liebe zu Pflanzen und Böden und mit Neugier auf Menschen fremder Länder und Kulturen.

Ich arbeite seit 1998 in der Umweltbildung, leite seit 1999 das Besucherzentrum für Natur- und Umwelterziehung „Drei Eichen“ und habe im Bärenstamm e.V. und bei healing nature e.V. schamanische Ritualarbeit gelernt und bin mit der Wildnisschule Wildniswissen in die Abenteuer der Wildnispädagogik eingetaucht.

Seit März 2007 lebe ich in der Märkischen Schweiz, zunächst auf dem Hof „Morgenland“ in Münchehofe, inzwischen im “Waldhäuschen” am Krummen Pfuhl bei Waldsieversdorf und lebe dort mit Freunden –Menschen, Tieren und Pflanzen– zusammen, höre, wenn die Kraniche rufen, spüre die Erde unter meinen Füßen und widme mich in allen Lebensbereichen immer tiefer meiner Leidenschaft – eben einem Leben im Gespräch mit der Erde!

Geführt

Im Rückblick ist es ja meist leichter zu erkennen – mein ganzes Leben über werde ich geführt: an den nächsten Ort, zu Menschen und Aufgaben.
Die Aufgabe, das Umweltbildungszentrum „Drei Eichen“ zu leiten hat mich sehr schnell an meine damaligen Grenzen geführt, so dass ich mir unablässig die Sinnfrage meines Lebens und die Überlebensfrage nach der Kraftquelle für diese Aufgaben stellen musste.

Damals hat mich Wolfgang mit seiner jüngst gegründeten Wildnisschule Wildniswissen „gerettet“, weil er eine Visionssuche anbot bei der ich Sylvia, Regina, Antje und Rafael kennenlernte und er mich dann ein bisschen später zum Bärenstammtreffen an den Platz von Hermann einlud. Ich hatte (gefühlt) keine Ahnung was mich erwartete und im Rückblick fand ich damals mein „uraltes Zuhause“ wieder. Die Kraftquelle(n), Menschen, die so tick(t)en wie ich, die mit der Natur reden können, die sich für Dinge interessieren, die es im „normalen Alltag“ nicht gibt. Offenheit, Vertrauen, Redekreise, Singen, Trommeln,… Ja, Trommeln – wow, der erste Tanz im Bärenstamm mit Trommel – das war genau zu diesem Treffen, zu dem Wolfgang mich Ahnungslose eingeladen hatte. Da saß die zierliche Sylvia an der Powwowtrommel und sang mit ihrer kraftvollen schönen Stimme – das hat mich zutiefst beeindruckt. Das will ich auch mal können! Und schwups: 2 Stunden später fragte mich Antje beim gemeinsamen Essen, ob ich mir wohl vorstellen könnte, regelmäßig zum Trommeln, zum Üben, zu kommen. Was? Ich???
… ich glaube, ich kann an zwei Händen abzählen, wie oft ich aus welchem Grund auch immer mal gefehlt hab zu den 14tägigen Treffen, seit damals, 2002… so sehr wurde ich zur richtigen Zeit zum richtigen Ort geführt…

Der Bärenstamm hat mich gerettet, weil er bzw. seine Lehrer, Mitglieder, Stammesleute und Treffen mir geholfen haben, über meine Grenzen zu gehen. Immer wieder.

Gefühlt hat mir der Bärenstamm immerzu gegeben. Mich erfüllt große Dankbarkeit für die Menschen, die Lehrer, die vor mir da waren, für Sun Bear (den ich nicht mehr kennengelernt habe) und seine Vision und diejenigen in Amerika und im deutschsprachigen Raum, die ihn kannten und die mich in diese Gemeinschaft aufgenommen und das Wissen mit mir geteilt haben und weiterhin teilen.
Was kann ich dem Bärenstamm geben? Das wurde ich gefragt und ich habe geantwortet. Aber was? Gefühlt gebe ich nicht viel, bin inzwischen selten dabei, bin viel zu viel mit mir und meiner Arbeit beschäftigt. Aber doch, ja, natürlich, da ist das regelmäßige Trommeln, da sind hin und wieder Schwitzhütten, die ich gieße und hin und wieder Visionssuchen, die ich anleite, Pfeifen-Stunden in denen ich mich mit allen und allem verbinde und da ist immer für Alle, die das möchten, die Möglichkeit, mit mir Kontakt aufzunehmen und meinen Wirkort Drei Eichen zu besuchen. Unablässig kommen mir dort Ideen für neue „Projekte“, gerne auch deutsch-polnische, in denen es um Wildnispädagogik geht oder eßbare Pflanzen, um alternative Lebensweisen oder wilde Honigbienen, die im Wald wohnen, um die Verbindung von Natur und Kunst oder um leckeres Essen aus der Region, verarbeitet von Menschen nach ihren Rezepten aus aller Welt…

Im Geben und Nehmen spüre ich den großen Kreislauf unserer Mutter Erde – nichts geht verloren, alles ist geführt, im Fluß, kommt dort an, wo es gebraucht wird. Wir rechnen nicht auf und nicht ab. Wir tun was zu tun ist, um das Leben zu stärken.

Ho.

Charlotte Bergmann, 2021
wie du mich erreichst: bergmann.c@freenet.de
wo ich wohne: 15377 Waldsieversdorf
wo ich arbeite: www.dreichen.de

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